The Road Is Gonna End In Me

Blick entlang einer Teerstraße auf eine beigefarbene Spur, die in der Bildmitte endet. Im Vordergrund sieht man den Schatten des Fotografen, im Hintergrund, rechts am Straßenrand winzig ein PKW.

„D’ailleurs c’est toujours les autres qui meurent“

Dieses Zitat (Im übrigen sind es immer die anderen, die sterben), die Inschrift des Grabsteins Marcel Duchamps, steht signifikant für eine Serie endzeitlicher Kunstwerke, in denen MudArtist Heiko Moorlander sein zwiespältiges Verhältnis zum Tod thematisiert. Oft sind es Mauern oder Erdwälle, auf die er in virtuoser Weise Spuren zuführt, die abrupt enden, Pfade aus Gummi und Dreck, die im Nichts verschwinden und manchmal auch das Hindernis zu durchdringen scheinen.

Die endzeitlichen Schlammkunstwerke lassen sich teilweise durch am eigenen Leib erfahrenes Leid erklären – zu einem großen Teil aber stünde hinter „diesem Endzeitgebaren der feinen Schlammkünste“ […] „ein kommerzielles Interesse, das dem Zeitgeist im Zeichen der Klimakatstrophe willfährig Nahrung liefert“. So der MudArt-Kritiker Frank Beckebiehl in einem Leitartikel des Brugger Schlammboten.

Blick entlang einer Teerstraße auf eine beigefarbene Spur, die in der Bildmitte endet. Im Vordergrund sieht man den Schatten des Fotografen, im Hintergrund, rechts am Straßenrand winzig ein PKW.
Heiko Moorlanders MudArt Kunstwerk ‚The Road Is Gonna End In Mee‘ ziert den Dezember des Kalenders 2019.

‚The Road Is Gonna End In Me‘ findet sich zu Füßen des Chaisachers, eines kleinen Berges im Schweizer Aargau. Das zittrige, fast unsichere ‚Schriftbild‘ der Spur ist längst zu einem Markenzeichen geworden, lässt den Rauhbein so menschlich wirken und verdeutlicht den tieferen Sinn hinter dem Werk: Wir alle sind vergänglich. In jedem von uns endet irgendwann eine Straße. Für immer.

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