Er hat es tatsächlich geschafft. Nach tausenden von Kilometern erreicht Heiko Moorlander als erster Mudart Künstler das Nordkap und hinterlässt eine ‚Trace of outstanding artworks‚ (Ed Korman, Kunstkritiker).
Das Bemerkenswerte an seiner Kunstreise ist, dass er eine Vielzahl brisanter Themen wie Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit, Klimawandel, Abrüstung in seinen Kunstwerken aufgreift und sie mit geschichtlichen Momenten abgleicht.
[…] so entseht ein Bogen brisanter Mudart Kreationen, die sich zeitgeschichtlich Jahrhunderte zurückbegeben, bis hin zu dem dreißig Jahre währenden Meriadiansvermessungsprojekt des Freiherrn von Struve Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhuderts […], schreibt Moorlanderbiograf Ed Korman in einem Artikel für das Magazin Science, Arts and Crafts.
Das Spezialfahrzeug wurde von einem schwedischen Autokonzern eigens konstruiert, um Mudart auf vertikalen Flächen und über Kopf zu ermöglichen.
In der Nähe von Pajala an der schwedisch-finnischen Grenze schuf Heiko Moorlander diese Hommage an Wilhelm von Struve. In seiner noch nicht vollendeten Serie von Mudart-Kunstwerken folgt der Künstler den Messpunkten des Struvebogens, der Ende des 18. Jahrhunderts die genaueste Meridianmessung seiner Zeit war.
Eine Studie, die für die Realisierung des Kunstwerks ‚Elephant Shower‘ angefertigt wurde, das ein Jahr später, 2016, am Rhein entstand. Von einer Brücke konnte man das Fortschreiten des Kunstwerks in Kautokeino live beobachten.
Die berühmte ‚Presswurst‘ von Karesuando. „Butterweicher Teer trifft auf Beton. Geformt von den einfühlsamen Reifengemälden eines Mudart-Gottes“, schrieb Kunstkritiker Aki Mauriskäki für Muonio Dagblad.
Das achte Werk aus Heiko Moorlanders Against The Wall Serie
In der Tat, der Traktorsammler, der dieses wunderbare Stück sein eigen nennt, hat es begriffen. Heiko Moorlander ist ein großer Fan des schwedischen Traktorherstellers, der einst den ersten selbstfahrenden Mähdrescher auf den Markt brachte. Mit einem Bolinder Munktell absolvierte Moorlander seine Retro-Nostalgietour 1988 am Gotakanal. Damals war Mudart noch völlig unbekannt. Die ‚Gota Ödelägelse‘ fand in den späten achtziger Jahren kaum Anklang beim Publikum.
Nachdem Heiko Moorlander 2015 das Nordkap besucht hatte, kreierte er dieses depressiv wirkende MudArt Kunstwerk unweit des Weilers Olavsfjord.
Dieses filigrane Kunstwerk, Gummi auf Teer, gibt der Fachwelt einige Rätsel auf. Der hessische Kunstkritiker Ernst Babbisch vermutet gar, der Titel ginge auf einen Song des hessischen Klamauk-Duos Badesalz zurück. Der Refrain eines Badesalzliedes (Gumma di Omma da, hat ja kei Wassa da) klingt in der Tat ähnlich. Aber wie kommt ein seriöser Künstler wie Moorlander im hohen Norden des Vätterensees auf die Idee ein hessisches Comedy-Duo zu zitieren?